Füreinander Miteinander e. V., Magdeburg
Füreinander Miteinander e. V., Magdeburg
Füreinander - Miteinander. Verein zur Förderung psychosozialer Arbeit e. V.
Füreinander - Miteinander. Verein zur Förderung psychosozialer Arbeit e. V.

Diagnose und Behandlung einer Depression:

Für viele Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, kostet es eine große Überwindung, zum Arzt zu gehen. Insbesondere beim Gang zum Psychiater steht die Angst für "verrückt" erklärt zu werden, im Vordergrund. Viele Betroffene glauben jedoch auch noch nicht schwer genug erkrankt zu sein, um überhaupt ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus besteht bei vielen die Befürchtung im Raum, dem Arzt ihr Leiden gar nicht genau beschreiben zu können.

 

Aber keine Angst, das geht vielen Betroffenen so, wie der nachfolgende Erfahrungsbericht einer Betroffenen aus unserem Verein zeigt:

 

"Ich selbst bin leider erst zum Arzt gegangen, nachdem ich einen Nervenzusammenbruch hatte und nichts mehr ging, obwohl ich bereits lange Zeit vorher gespürt habe, dass mir mein Leben immer mehr aus den Händen glitt und für mich immer unerträglicher wurde. Trotzdem habe ich mir aus Angst vor dem Gerede in meinem Umfeld und an meinem Arbeitsplatz bis zum bitteren Ende eingeredet, dass ich es alleine schaffe und dass ja alles "normal" ist. Doch gerade meine Einstellung, immer funktionieren zu müssen, war es, die letztlich neben dem beruflichen Leistungsdruck und fehlender sozialer Unterstützung dazu geführt hat, dass ich krank geworden bin. Denn wenn man sich nur noch darum kümmert, was die Gesellschaft, der Arbeitgeber, die Familie etc. von einem erwarten, verliert man sich selbst immer mehr und der Leidensdruck wird mit jedem Tag größer."

 

Deshalb ist es so wichtig die Angst zu überwinden und den Weg zum Arzt zu gehen, denn je früher eine Depression erkannt und behandelt wird, desto glimpflicher verläuft sie in der Regel. Zudem kann auch Dein Hausarzt hier Dein erster Ansprechpartner sein. Bei schweren Depressionen oder wenn sich die Depression verstärkt, längere Zeit andauert oder erste Behandlungsversuche mit Antidepressiva keine Verbesserung bringen, sollte jedoch ein Facharzt aufgesucht werden.

 

Für viele Betroffene stellt die Diagnose eine Erleichterung dar, da ihr Leiden benennbar geworden ist, denn in der Außenwelt sind die Betroffenen oft mit dem Vorwurf konfrontiert, doch nur ein Simulant, willensschwach oder faul zu sein oder man sich doch einfach nur zusammenreißen müsse. Dennoch ist es nicht immer leicht, die Diagnose "Depression" anzunehmen, da in der Gesellschaft nach wie vor viele Vorurteile gegenüber allen psychischen Erkrankungen bestehen. Eine Diagnose ermöglicht den Betroffenen aber in jedem Fall eine effektive und professionelle Hilfe zu bekommen.

 

Dabei werden folgende Facharztrichtungen unterschieden:

 

Der Psychiater/Facharzt für Psychiatrie behandelt seelische Erkrankungen, also z. B. Depressionen. Er verschreibt bei Bedarf Medikamente und klärt den Patienten über die Erkrankung auf, bietet aber in der Regel nur kurze therapeutische Gespräche und keine Psychotherapie.

 

Der Neurologe/Facharzt für Neurologie behandelt Erkrankungen des Nervensystems, also z. B. Migräne, Restless-Legs-Syndrom, Polyneuropathie oder Epilepsie. Die Übergänge zur Psychiatrie sind jedoch fließend.

 

Der Nervenarzt/Facharzt für Nervenheilkunde verfügt über eine verkürzte Ausbildung in Neurologie und Psychiatrie.

 

Der Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie bzw. der Facharzt für psychotherapeutische Medizin behandelt Patienten, deren körperliche Erkrankungen seelische Ursachen haben oder bei denen körperlich-seelische Wechselwirkungen vorliegen. Er bietet in der Regel auch Psychotherapie an.

 

Die beiden wichtigsten Elemente für die Behandlung einer Depression sind die Psychotherapie und Medikamente. Zumeist (insbesondere bei schweren Depressionen) wird eine Kombination beider Behandlungsformen empfohlen. Eine geeignete Behandlungsform wird aber letztlich immer vom Facharzt auf den Einzelnen zugeschnitten sein und hängt u.a. auch vom Schweregrad der Erkrankung ab. So wird medizinisch zwischen leichten, mittelschweren und schweren Depressionen unterschieden.

 

Eine Psychotherapie wird von verschiedenen Fachleuten angeboten:

 

Ärztliche Psychotherapeuten sind Ärzte verschiedener Fachrichtungen, deren Ausbildung den Bereich Psychotherapie umfasst.

 

Psychologische Psychotherapeuten sind Diplom- (oder Master-) Psychologen mit einer mindestens dreijährigen Zusatzausbildung in Psychotherapie. Sie führen Psychotherapien durch, dürfen aber keine Medikamente verschreiben.

 

Insbesondere in Kliniken und psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA) kommen oft auch ergänzende Therapieansätze wie die Sport- und Bewegungstherapie, die Kreativtherapie (Kunst- und Musiktherapie), die Lichttherapie, die Wachtherapie/Schlafentzugsbehandlung/Schlafphasenverlagerung, die Ergotherapie sowie diverse Entspannungsverfahren (wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Yoga und Achtsamkeitsmeditation) oder auch die Elektrokrampf- und Magnetkrampftherapie zum Einsatz. Teilweise können diese ergänzenden Therapieformen jedoch auch vom Facharzt verordnet werden.

 

In vielen Fällen werden zur Behandlung einer Depression auch Medikamente (sog. Antidepressiva) verschrieben. Bei leichten Depressionen kann des Öfteren auf eine medikamentöse Kotherapie verzichtet werden, bei mittelschweren und schweren Depressionen sind Medikamente hingegen meist unverzichtbar. An dieser Stelle möchten wir auch mit dem Irrglauben aufräumen, dass Antidepressiva abhängig oder "high" machen. Vielmehr wirken Antidepressiva gezielt gegen Funktionsabläufe im Gehirn, die bei einer Depression gestört sind.

 

Vor dem Hintergrund, dass Depressionen biochemisch vor allem über einen gestörten Hirnstoffwechsel erklärt werden, greifen Antidepressiva, vereinfacht ausgedrückt, in diesen Stoffwechsel ein, indem sie die Fehlfunktion der Neurotransmitter (Botenstoffe) im Gehirn regulieren. Dabei sind Adrenalin, Serotonin, Noradrenalin, Dopamin und Endorphine die wichtigsten Botenstoffe.

Aktuelles:

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