Füreinander Miteinander e. V., Magdeburg
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Füreinander - Miteinander. Verein zur Förderung psychosozialer Arbeit e. V.
Füreinander - Miteinander. Verein zur Förderung psychosozialer Arbeit e. V.

Stationäre und teilstationäre Behandlung:

Der Entschluss zu einem psychiatrischen Klinikaufenthalt ist für die meisten Erkrankten sehr schwer und wird oftmals lange hinausgezögert oder erst gar nicht in Erwägung gezogen. Dies hängt meist mit starken Vorurteilen gegenüber psychiatrischen Kliniken und der damit verbundenen Angst vor der gesellschaftlichen Stigmatisierung oder mit falschen Vorstellungen über die dortigen Behandlungsmethoden zusammen. Darüber hinaus haben viele Betroffene Angst vor Veränderungen und ungewohnten Situationen.

 

Doch ein Klinikaufenthalt bietet viele Chancen, weil der Betroffene aus den alltäglichen Verpflichtung herausgenommen wird und man sich nicht mehr ständig "zusammenreißen" und "funktionieren" muss, sondern man endlich so sein darf, wie man sich fühlt.

 

"Auch ich hatte große Angst und erhebliche Vorurteile vor meinem ersten psychiatrischen Klinikaufenthalt, weil dieser für mich bisher nur für "Verrückte" in Frage kam und ich mit Sicherheit nicht verrückt war. Rückblickend muss ich jedoch sagen, dass meine Vorbehalte und Ängste gegenüber einer psychiatrischen Einrichtung völlig unbegründet waren. Denn die modernen Krankenhäuser haben nichts mit einem "Irrenhaus" gemein, vielmehr ist dies ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen und mit entsprechender Unterstützung wieder zu sich selbst finden kann. Insbesondere jenen, die an einer starken Depression leiden, kann ich einen Klinikaufenthalt nur empfehlen, da dort jeder Tag wieder eine feste Struktur bekommt und man jederzeit fachliche Hilfe bekommen kann, wenn die Dunkelheit dieser Erkrankung "um sich greift" und alles im Leben nur noch trostlos und schwer erscheint, man seine Zahnbürste kaum noch halten kann, man nicht mehr aus dem Bett kommen oder nur noch weinen will. Und auch meine Angst davor, dass ich dort mit Medikamenten vollgepumpt und ruhiggestellt werden könnte, war völlig unbegründet. Zudem tat es ungemein gut, dort auf Menschen zu treffen, die verstehen, wie es dir geht und wie du dich fühlst. Das machte mir meinen Aufenthalt dort und die Therapien bedeutend einfacher."

 

Eine Überweisung in ein psychiatrische Klinik sollte immer dann in Erwägung gezogen werden, wenn:

  • die Lebensumstände des Betroffenen eine erfolgreiche Behandlung stark gefährden,
  • die ambulante Behandlung über einen längeren Zeitraum keinen Erfolg hatte und die Gefahr besteht, dass sich die Depression chronifiziert,
  • das Krankheitsbild so schwer und der Leidensdruck so groß ist, dass die Mittel der ambulanten Behandlung nicht ausreichen
  • oder Schutz und Überwachung bei Selbst- oder Fremdgefährdung notwendig wird.

 

Die Einweisung in eine psychiatrische Klinik kann von jedem Arzt ausgestellt werden. Im Notfall kann man sogar ohne Einweisung die nächste psychiatrische Klinik aufsuchen.

 

Anstelle einer stationären Behandlung in einer psychiatrischen Klinik kommt grundsätzlich auch eine teilstationäre Behandlung in einer Tagesklinik für Patienten in Betracht, die sich nicht völlig aus ihrer familiären Umgebung herausziehen können (z. B. wegen Kinderbetreuung) und für Patienten, die alleine leben und es nicht schaffen, einen strukturierten Tagesablauf einzuhalten. Die teilstationäre Tagesklinik ist häufig an eine psychiatrische oder psychosomatische Klinik angegliedert. Dabei nutzen die Patienten tagsüber (meist von 8 bis 16 Uhr) ein intensives Behandlungsangebot, welches sich nicht wesentlich von dem einer stationären Therapie unterscheidet, und kehren danach in ihre gewohnte häusliche Umgebung zurück. Die Therapie in einer Tagesklinik erfolgt oft im Anschluss an eine stationäre psychiatrische Behandlung. Da bei einer teilstationären Behandlung jedoch auch das "normale" Leben in der häuslichen Umgebung weitergeführt werden muss, ist diese Therapieform unter Umständen bedeutend anstrengender als eine vollstationäre Therapie.

 

Darüber hinaus ist an die psychiatrischen Fachkrankenhäuser oder die psychiatrischen Abteilungen der Allgemeinkrankenhäuser eine psychiatrische Institutsambulanz (PIA) angegliedert. In der PIA erfolgt die ambulante Behandlung von Notfällen (auch bei einer Nichterreichbarkeit niedergelassener Ärzte) sowie die Nachsorge von schwer und chronisch kranken Patienten. Das Angebot der PIA umfasst neben der psychiatrischen Grundversorgung auch häufig Psychotherapie, Ergotherapie sowie spezielle Gruppentherapien (wie z. B. soziales Kompetenztraining, Psychoedukation, Psychodrama etc.).

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